Innovation

Stell dir vor, es ist Büro – und keiner geht hin

Veröffentlicht am
Bild eines leeren Meeting-Raumes

Laut einer Studie des IBM Institute for Business Values unter amerikanischen Verbrauchern wollen auch nach der Corona-Pandemie viele Berufstätige gar nicht mehr zurück ins Büro. Fast 40 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich von ihren Arbeitgebern Angebote für Remote-Arbeit wünschen, wenn der normale Arbeitsbetrieb wieder anläuft. Sogar mehr als 75% gaben an, dass sie – zumindest zeitweise – daran festhalten möchten, von zu hause aus zu arbeiten, während immerhin 54 Prozent ihr Homeoffice als bevorugte Arbeitsumgebung sehen.

Zweifelsohne hat in vielen Organisationen der eher spontane und für viele ungeordnete Rückzug in die heimischen vier Wände zumindest für die Corona-Lockdown-Zeit die Homeoffice-Praxis als fast „alternativlos“ beschleunigt und insgesamt eher wenig Rücksicht auf private Vorlieben genommen. Und die eine oder andere Führungskraft, die sich zuvor so gar nicht an „Arbeiten in Abwesenheit“ gewöhnen wollte und das Homeoffice verhindert bzw. nicht gefördert hat, wurde auch davon überzeugt, dass das Homeoffice gar nicht so schlecht sein muss.

Wie so vieles benötigt jedoch auch das Arbeiten im Homeoffice eine gewisse Haltung, ein gemeinsames Verständnis und Arbeitsplatz-Souveränität. Freilich gibt es auch Mitarbeiter, die dem Homeoffice nach wie vor nichts abgewinnen können und das Büro vorziehen. Daher sollte eine Homeoffice-Regelung alle Seiten berücksichtigen.

Homeoffice stellt nicht nur besondere Anforderungen an die Ausstattung des heimischen Arbeitsplatzes und an eine einheitliche Absprache von Erreichbarkeiten, etc. sondern auch an die Haltung im gesamten Team: Produktivität wird u.a. durch Fokussierung und Energie geprägt, nicht durch starre Arbeitszeiten und Anwesenheiten. Das muss aber erst mal in allen Köpfen ankommen. Hier sollte man als Führungskraft und Arbeitgeber Brücken bauen zwischen Homeoffice-Fans und -Kritikern.

Abgesehen von Haltung und auch Kompetenzen für Remote Work und in verteilten/virtuellen Teams sind weitere Fragen wichtig: Wie werden interaktive Formate aufgesetzt? Wie sieht zum Beispiel ein Onboarding eines neuen Teammitglieds aus?

Aktuell machen wir hier mit unseren Kunden sehr interessante Erfahrungen durch unseren Team Performance Index. Der zweitägige Workshop, den wir in der Vergangenheit im Rahmen von Teamcoachings angeboten haben, um „Spaß an High Performance“ zu unterstützen, führen wir nun mit unseren Kunden ganz klar mit dem Fokus auf Remote Work durch. Wie kann ein Team, das bislang geschlossen vor Ort zusammen gearbeitet hat, zukünftig auch remote an einem Strang ziehen – ohne Produktivitätsverlust, ohne Verlust des Gemeinschaftssinns, ohne Vertrauensverlust?

Wie sieht deine persönliche Erfahrung mit Remote Work aus? Schreib uns in die Kommentare oder mail uns gerne an.