Coaching

Laut dem Coachingverband DBVC ist das Ziel von Coaching die Weiterentwicklung von individuellen oder kollektiven Lern- und Leistungsprozessen bzgl. primär beruflicher Anliegen. Als ergebnis- und lösungsorientierte Beratungsform dient Coaching der Steigerung und dem Erhalt der Leistungsfähigkeit. [..]

Als ein auf individuelle Bedürfnisse abgestimmter Beratungsprozess unterstützt ein Coaching die Verbesserung der beruflichen Situation und das Gestalten von Rollen unter anspruchsvollen Bedingungen. Durch die Optimierung der menschlichen Potenziale soll die wertschöpfende und zukunftsgerichtete Entwicklung des Unternehmens / der Organisation gefördert werden.

Merkmale von Coaching

Systemische Sichtweise

Im Mittelpunkt der Coaching-Arbeit stehen der Klient und sein Beziehungssystem. Systemische Sichtweisen sind bemüht, die Probleme von Menschen im Kontext ihrer biographisch bedingten Entwicklung sowie sozialen Vernetzung in ihrem privaten, beruflichen und gesellschaftlichen Umfeld zu verstehen. Zirkularität bedeutet in diesem Kontext: In komplexen, sozialen Prozessen – wie zum Beispiel bei der Zusammenarbeit in Unternehmen – kann zwischen Ursache und Wirkung nicht klar unterschieden werden, denn jedes Verhalten einer Person wirkt auf das der relevanten Mitglieder ihrer Umwelt, und deren Reaktionen wiederum auf die Person zurück.

Zirkularität negiert somit eine lineare Kausalität, die Voraussetzung für das Identifizieren von Verursachern ist. Folglich geht es beim Coachen nie um die Suche nach Schuldigen beziehungsweise den Auslösern einer Situation, weil alles mit allem verbunden ist. Vielmehr ist das Veranschaulichen und Verändern von Kommunikations-, Wahrnehmungs- und Interpretationsstrukturen ein wesentliches Ziel system-orientierter Modelle.

Neutralität

Neutralität ist eine wichtige Haltung von Coachs. Sie beinhaltet eine gelassene Neugier gegenüber allen Sichtweisen, Erklärungen und Werten – und seien sie dem Coach noch so fremd. Neutralität zeigt sich auch in der Allparteilichkeit, also im Bestreben, alle Mitglieder des Systems aus ihrer Perspektive heraus zu verstehen und ihre Sichtweisen wertzuschätzen. Zuweilen ist es sinnvoll, als Coach auch gegenüber Problemen und dem Wunsch nach Veränderung neutral zu sein. Fragen, die eine entsprechende Neutralität signalisieren, sind unter anderem: Wie würde Herr/Frau X das beschreiben? Was spricht dafür, alles so zu belassen, wie es ist?

Grundhaltung des Nicht-Wissens

Hiermit ist nicht gemeint, dass Coachs so tun, als wüssten sie nichts. Vielmehr bezieht sich diese Grundhaltung auf die Art des Umgangs mit ihrem Wissen. Coachs formulieren und artikulieren Hypothesen nicht aus der überlegenen Haltung eines Experten heraus, der mehr als der Klient weiß, sondern aus der bescheidenen Haltung des Nicht-Wissens. Hintergrund: Coachs wissen nicht, was das Beste für ihre Gesprächspartner ist. Das müssen diese selbst entdecken.

Außerdem kennen oder erahnen Coachs aufgrund ihrer Erfahrung zwar mögliche Lösungen des Problems. Sie wissen jedoch nicht, was die beste Lösung für ihren Klienten ist – schließlich sind Coachs keine Rezeptgeber oder Lösungslieferanten, sondern vielmehr Befähiger und Ermöglicher.

Wertschätzung

Ein systemisches Coaching setzt Respekt und Wertschätzung für den Klienten als Person voraus. Diese Haltung ist die Basis für eine fruchtbare Zusammenarbeit. Die nötigen Impulse zur Veränderung hingegen können in einigen Fällen durch die Respektlosigkeit des Coachs dem Problem des Klienten und seinen Symptomen gegenüber kommen. In vielen Fällen ist das sogar notwendig.

Dies ist jedoch nur möglich, wenn die Beziehung zwischen Coach und Klient für den Klienten erkennbar und erfahrbar von Respekt und Wertschätzung geprägt ist. Sonst besteht die Gefahr, dass der Klient die Respektlosigkeit gegenüber seinem Problem als Ausdruck mangelnder Wertschätzung seiner Person interpretiert.

Ressourcenorientierung

Beim systemischen Coaching erfolgt eine Fokusverschiebung vom Individuum hin zum Kontext der Problementstehung. Eine Kernfrage lautet: Wer ist an der Problemerzeugung und am Aufrechterhalten des Problems beteiligt? Lösungsorientierung bedeutet: Der Fokus wird vom Problemsystem zum Lösungssystem verlagert: Wer (und was) ist wichtig für die Lösung des Problems?

Ressourcenorientierung bedeutet: Coachs gehen davon aus, dass ihre Klienten die erforderlichen Möglichkeiten und Potenziale haben, ihre Probleme selbst – oder mit selbst organisierter Unterstützung – zu lösen. Doch es gibt Ausnahmen, weshalb ein weiteres wesentliches Coaching-Prinzip lautet: einen Unterschied machen, der einen wirklichen Unterschied macht. Für Coachs heißt das: Sie sollten sich in Klienten-Gesprächen zum Beispiel fragen, ob es zielführend ist, den Blick vor allem auf die Ressourcen zu richten oder lieber das reale Problem zu analysieren und zu bearbeiten?

Orientierung am Klienten

Ein zentrales Element des Coachings ist deshalb die Klärung der Aufträge der Klienten. Diese werden so weit operationalisiert, dass möglichst allen Beteiligten klar wird, wie die Zielerreichung aussieht und woran man sie erkennt. Ob und wann das Ziel erreicht ist, entscheidet jedoch der Klient. Er ist der Experte in Bezug auf die Inhalte der Beratung, denn nur er kennt seine Probleme. Folglich ist er auch der Experte für seine Lösungen – der Coach hingegen ist nur der Experte für den Prozess.

(Prinzipien in Auszügen zitiert aus einem Artikel der Plattform Business-Insider)

Markus hat zu unserer Philosophie von Organisationsentwicklung, dem Organisationscoaching, ein Buch geschrieben: „Beraterdämmerung. Wie Unternehmen sich selber helfen“. Dort betont er den Unterschied moderner Organisationsentwicklung gegenüber herkömmlicher Beratung und erläutert eine zukunftsfähige Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und externen Dienstleister auf den Feldern Coaching, Beratung und Entwicklung:

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